„Bring your own device“ – Lernhelfer oder Fluch für Schüler?

„Bring your own device“- Unter diesem Motto fand am Montag, den 27.05.19 eine Diskussionsrunde im Theatersaal statt, zu der die Kursstufe 1 und 2 herzlich eingeladen wurde.

Um 11 Uhr eröffnete Herr Reusch die Diskussion. Mit an seiner Seite war der SPD-Politiker Herr Dr. Stefan Fulst-Blei, der seit 2011 im Landtag und u.a. für den Themenbereich „Bildung“ verantwortlich ist.

Zunächst hielten zwei Schüler des Neigungskurses Gemeinschaftskunde jeweils ein Pro- wie auch Contra Impulsreferat, wodurch sie deutlich machten, dass die Debatte „Bring your own device“ sowohl einige positive, aber auch negative Seiten mit sich bringt und daher eine ausgiebige Diskussion durchaus lohnend ist.

Im Anschluss daran stellte Herr Dr. Fulst-Blei uns selbst die Frage, wie wir Schüler zu dem Thema, ob private Geräte wie Smartphones oder Tablets in der Schule sinnvoll wären, stehen und brachte uns dadurch ordentlich zum Diskutieren.
Einige Schüler äußerten, dass der Gebrauch von Smartphones oder Tablets durchaus lohnend sei, da uns das schwere Tragen von Schulbüchern erspart bleiben würde und wir immer mit den aktuellsten Informationen arbeiten könnten. Weiterhin wäre es eine gute Möglichkeit, um tausende von Blättern zu sparen, die unsere Lehrer täglich kopieren müssen. Eine Schülerin sagte außerdem, dass es im Zuge der Globalisierung doch sinnvoll sei, auch die Schulen mit Tablets auszustatten, um die Schülerinnen und Schüler damit auf die Zukunft der Technik gut vorbereiten zu können. Der Gebrauch von Smartphones oder Tablets wäre also eine gute Gelegenheit, um den Unterricht noch individueller und vielfältiger zu gestalten, oder?
Mit einem eindeutigen „Ja“ kann diese Frage nicht beantwortet werden, da die Debatte „Bring your own device“ auch viele Fragen, v.a. im sozialen und ökonomischen Bereich, aufwirft.

Eine Schülerin fragte, was denn mit den denjenigen passiert, die sich kein Tablet leisten können. Sind sie dann gezwungen beim Nachbarn reinzuschauen? Müssen wir sie uns überhaupt selbst zulegen und wenn ja, spielt es eine Rolle, welches Modell sich der jeweilige Schüler kauft? Könnte es vielleicht sogar passieren, dass es zu Mobbing kommt, weil sich der Tischnachbar nicht das neueste und teuerste Tablet kaufen kann?

Am Ende der Diskussion machte Herr Dr. Fulst-Blei eine schnelle Umfrage und es zeigte sich, dass die Mehrheit für den Gebrauch von privaten Mobilgeräten ist. Die Diskussion beendeten wir aber mit dem Fazit, dass es sinnvoll wäre, eine stärkere Digitalisierung an Schulen Schritt für Schritt durchzuführen. Sollte es tatsächlich zur Umsetzung diese Ansatzes kommen, dann wäre es eine gute Idee, dass die Schule denjenigen Tablets zur Verfügung stellt, die finanziell nicht in der Lage sind, sich eins zu kaufen. Da verschiedene Modelle zu ungleichen Bildungschancen führen, sollte sich ebenfalls auf ein spezielles Modell geeinigt werden, damit die Bildung in Deutschland für jeden gleich ist. Zum Schluss sollte sichergestellt sein, dass ein mobiles Kommunikationsgerät auch die Funktion eines Lernhelfers einnimmt und sich nicht als Fluch heraustellt.

Lena B. (KS2b)