Workshop: Braucht Europa eine europäische Armee?

Am 28.03.2019 fand an unserer Schule ein Workshop statt, der unter dem Motto „Frieden und Sicherheit in und für Europa - Braucht Europa eine europäische Armee?“ stand. Wir, der Neigungskurs Gemeinschaftskunde, haben uns bereits im Vorfeld ein wenig mit der Fragestellung auseinandergesetzt, jedoch schnell festgestellt, dass unser bisheriges Wissen nicht ausreicht, um eine konkrete Antwort zu finden. Deshalb ließen wir uns die Chance nicht nehmen, an diesem Workshop teilzunehmen und im Rahmen zwei erarbeiteter Referate, sowie einer Diskussionsrunde unser Wissen zu teilen und zu vertiefen.

Zusammen mit unserem Lehrer Herr Schmitt trafen wir uns um 7:30 Uhr in der Multimedia Bibliothek, um zunächst ein kleines Frühstück herzurichten, denn mit gestärktem Magen lässt es sich immer besser denken.
Eingeteilt in zwei Gruppen begannen wir anschließend um 8:15 Uhr uns Gedanken zu machen, wie und vor allem was wir der anderen Gruppe präsentieren möchten.

Die erste Gruppe fand dabei tatkräftige Unterstützung von Thomas Nielebock, der seit 1981 am Institut für Politikwissenschaft im Bereich Friedensforschung/Internationale Beziehungen als Lehrender und Forschender tätig ist, sowie von der Fachreferentin und Leiterin der Servicestelle Friedensbildung Claudia Möller. Mit gestellten Fragen wie „Was bedroht den Frieden in und für Europa“ und „Warum betrifft es uns eine europäische Armee zu haben“ führte Herr Nielebock uns in das Thema ein und schuf damit eine Basis, mit der wir im Anschluss ein Referat unter den Aspekten:

  1. Welche Bedrohungen könnte eine europäische Armee bekämpfen?
  2. Ist es möglich, eine Armee überhaupt aufzubauen?
  3. Welche Folgen hätte dies?

erarbeiteten.

Die zweite Gruppe beschäftigte sich ebenfalls mit der Leitfrage, setzte allerdings ihren Schwerpunkt auf eine Pro Contra Debatte einer gemeinsamen europäischen Armee. Mit Jugendoffizier und Militärspolizistin Siobhan Whelan erarbeiteten sie sowohl einige Pro Argumente wie „Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls“ als auch Contra Argumente, zb. „Infragestellung der Handlungsfähigkeit“.

Um das erarbeitete Wissen nicht nur mit dem Gemeinschaftskundekurs zu teilen, fand um 12:15 eine Podiumsdiskussion im Theatersaal statt, an dem die komplette Kursstufe 2 teilnahm.

Mit leichter Nervosität hielten jeweils ein Schüler das Referat der jeweiligen Gruppe und vermittelte somit den anderen Schülern Einblicke in die Debatte, ob Europa eine europäische Armee braucht und was die Vor- und Nachteile jeweils davon wären. Die Schülerinnen und Schüler durften allerdings nicht nur zuhören, sondern auch Fragen stellen und gemeinsam diskutierten wir über die verschiedenen Seiten einer gemeinsamen Armee, sodass am Ende jeder Einzelne mit einer eigenen Meinung den Theatersaal verlassen konnte.

Ob es in ferner oder sogar naher Zukunft tatsächlich eine europäische Armee geben wird, können wir nicht wissen, aber dank des Workshops ist jeder einzelne von uns zu einem Entschluss gekommen und kann die Leitfrage „Frieden und Sicherheit in und für Europa - Braucht Europa eine europäische Armee?“ für sich selbst beantworten.

Wir danken Herrn Nielebock, Frau Möller und Frau Whelan für ihr großartiges Engagement und die großartigen Einblicke, die sie uns vermittelt haben.
Großen Dank geht natürlich auch an unseren Lehrer Herrn Schmitt, der diesen Workshop organisiert hat.

Lena B. (KS2b)